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Vorbereitung
 




Jetzt ist es also soweit...

Bevor unser großes Abenteuer so richtig los gehen kann, müssen natürlich tausend Dinge vorbereitet werden. Mit ein bisschen Planungsgeschick, ein wenig Glück, jeder Menge Mut aber auch Gelassenheit steht dem großen Abenteuer eigentlich nichts im Wege. Rückblickend können wir unsere Vorbereitungen in 4 Schritte gliedern. 



1. Warum Kanada

"Warum genau geht ihr nach Kanada?" Wir wissen nicht wie oft, aber das war wohl die am häufigsten gestellte Frage, die wir in der letzter Zeit beantwortet haben. Dicht gefolgt von "Und was wollt ihr da machen?" Das Gespräch endete dann meist, nach unseren eher wagen Ausführungen, mit: "Oh, da sind wir aber mal gespannt!"
Auf Reisen gehen ist sehr wahrscheinlich so eine Sache, die man entweder völlig versteht oder aber eher sonderbar findet. Die Idee an sich entstand vor einem Jahr. Nachdem Jana ihr Studium beendet hatte und Leni sowieso beruflich neue Wege einschlagen wollte, schien der perfekte Zeitpunkt für den Ausstieg aus dem bisherigen Leben gefunden. Wir wollen gemeinsam unterwegs sein, neue Dinge entdecken und das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit genießen. Über das Ziel, Kanada und USA, waren wir uns schnell einig. Überzeugt hat uns Kanada auf Grund seiner atemberaubenden Natur, der Berge, des Meeres und seiner Wildnis. Mit Kanada verbindet man endlose Weiten, großes Abenteuer, den Goldrausch, Grizzlybären, besten Rocky-Mountains-Pulverschnee, Cowboys und Indianer... Naja ihr merkt schon, wir sind halt einfach von Anfang an begeistert gewesen. Kanada ist riesengroß und unglaublich vielseitig. Auf Grund seiner Größe und weil wir nur über rudimentäre Sprachkenntnisse in Französisch verfügen, beschränken wir uns vorerst auf den Westen Kanadas. Uns ist es wichtig, zu arbeiten, trotzdem unabhängig zu bleiben und so viel wie möglich von Kanada sehen zu können.

2. Ausgangsbasis schaffen

Zunächst gab es also nur diese Idee. Der nächste Schritt war dann, die Beantragung der Visa. Denn damit steht und fällt so eine Reise. Seit 2016 vergibt die kanadische Regierung die Visa nur noch im Losverfahren. Das ist natürlich schwierig, vor allem wenn man zu zweit reisen möchte. Wir haben nicht lange gefackelt und unser Glück einfach versucht. In der Zeit des Wartens haben wir dann alles über Kanada gelesen und angeschaut, was wir nur auftreiben konnten. Jede Woche hatten wir neue Ideen, und alte Pläne wurden umgeschmissen. Nach ein paar Monaten hatten wir dann beide, das schon oben erwähnte Glück und unser Visum in der Tasche. Jetzt konnte der wirkliche Stress losgehen. 



3. Butter bei die Fische

Krankenversicherung suchen, Kreditkarte aktualisieren, kündigen von bestehenden Verträgen und Mitgliedschaften, Arbeitsvertrag kündigen, Wohnung kündigen, Geld sparen, Wohnsitz ummelden, Flug buchen, Abschied nehmen. Ach, hier kommt jeder ToDo-Listen Liebhaber ins Schwärmen.
Und dann beginnt auf einmal die Zeit nur so zu fliegen. Wenn alles was du mitnehmen kannst, in einen Rucksack passen muss. Zwar ein sehr schöner Rucksack, mit gefühlt 1 Millionen Taschen aber immer noch ein Rucksack, dann musst du Prioritäten setzen. Wir sind bei unserem letzten Umzug mit etwa 25 Umzugskartons, riesigen Koffern und jede Menge Möbeln umgezogen. Viel Kram... den galt es natürlich jetzt loszuwerden. Denn ein 65 l Rucksack ist mit Lieblingsstücken schnell gefüllt und das was einem am Herzen liegt, ist nicht immer das was man dann in Kanada auch wirklich benötigt. So eine Aussortieraktion ist auf jeden Fall spannend. Man erkennt auf einmal, woran man sein Herz gehängt hat. Warum scheitert das Aussortieren an einem alten Kaffeebecher oder an bestimmten Büchern? Warum kann man ein bestimmtes Paar Schuhe einfach nicht weggeben und braucht man wirklich einen hightech Lockenstab in Kanada? Vieles konnten wir an Freunde und Familie verteilen, vieles haben wir aber auch einfach entsorgt. Sich von Überflüssigem zu befreien ist ein gutes Gefühl. Das solltet ihr mal ausprobieren.

4. Die heiße Phase
Ein weniger gutes Gefühl ist das Abschiednehmen. Wenn man wie wir, bei so vielen verschieden Vereinen und Gruppen mitwirkt, einen großen Freundeskreis hat und eine große Familie und die Arbeit (Leni) auch immer ein wichtiger Teil in seinem Leben war, dann lässt man nicht nur materielle Dinge zurück. Auch das war einer der Gründe dafür, warum wir uns entschieden haben, diesen Blog zu starten. Wir können mit euch in Kontakt bleiben und ihr könnt an unseren Erlebnissen teil haben.
Zusätzlich gab es auch noch einige andere Projekte die vorab verwirklicht werden wollten. Leni hat einen Fotokurs besucht, damit die ganzen Erlebnisse auch fotografisch festgehalten werden können. Jana hat als Abschlussprojekt für ihr Diplom im Bereich Grafik und Kommunikationsdesign, Longboards designt und auch gebaut. Das hat uns dann mal wieder auf eine neue Idee gebracht, und zwar kleinere Boards zu bauen und diese einfach mitzunehmen. Nicht dass wir damit besonders gut fahren könnten, aber was nicht ist kann ja noch werden. Meistens sind unsere Ideen mit viel Aufwand und einigen blauen Flecken verbunden. Wenn euch der Bau der Boards interessiert, dann schaut euch hierzu doch einfach mal das Video an.

Was bleibt also noch vorab zu sagen? Wir werden nach Kanada mit Icelandair fliegen. Diese Airline ist nicht nur einer der günstigsten Anbieter, sondern ermöglicht uns, einen kostenlosen Zwischenstopp in Island zu machen. Natürlich lassen wir uns das nicht entgehen. Das Abenteuer kann also los gehen. Next Stop Iceland.

Liebe Grüße Jana und Leni