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Banff Video
5. April 2017
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Mexico
17. April 2017
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Cuba
 
 
 
 

Ohhh Havana...

Wir sitzen auf einem kleinem Vordach, über den Dächern Havanas. Die Sonne versinkt gerade über dem Malecon. Der Himmel ist rot gefärbt. Man hört kubanische Musik aus einem der Nachbarhäuser. Aus einem anderem Haus hört man spanisches Stimmengewirr. Vögel zwitschern wie wild, eine leichte Brise weht den Duft von kubanischen Essen herauf zu uns, Hunde bellen, Autos hupen. Und da ist er, der perfekte Moment!

Für uns liegt der Reiz am Reisen am Unterwegssein, Neues sehen, aus der eigenen Komfortzone herauskommen, seinen persönlichen Horizont erweitern. All das bietet Havana. Aber noch ein anderes Gefühl schleicht sich ein. Wenn du Havana siehst, dann hast du das Gefühl angekommen zu sein.



Wenn man wie wir, viel unterwegs ist, dann kann es passieren das man gegenüber neuen Reisezielen das Gefühl bekommt abzustumpfen. Nach dem Motto... das hat man ja alles schon einmal gesehen. Jede Stadt sieht irgendwie gleich aus, da brauch man nicht nochmal hin. Aber dann kommt auf einmal wieder dieser Moment, in dem du ein neues Land, einen neuen Ort entdeckst, der in dir dieses Gefühl auslöst, das schwer zu beschreiben ist. Das Gefühl angekommen zu sein, obwohl man so fern der Heimat ist. Kuba löst genau dieses Gefühl aus.

Zigarren, Kaffee, gutes Essen, Rum, Salsa Musik, Meer, Wärme, Oldtimers, Revolution. Wir wissen nicht, was euch als erstes in den Sinn kommt, wenn ihr an Kuba denkt. Aber das waren so ziemlich unsere Erwartungen an Kuba und ganz ehrlich, unsere Erwartungen wurden MEHR als übertroffen. Aber fangen wir ganz von vorne an.

Kanada - 1 Jahr voller Abenteuer geht zu Ende. Aber bevor es für uns wieder nach Deutschland geht, haben wir noch eine ganz besondere Reise geplant. Wir haben 1 Monat Zeit und 2Adventuress nimmt ihre 1. Weltreise in Angriff.

Von Banff ging es erst einmal mit dem Greyhound zurück nach Edmonton. Hier haben wir wieder bei unserem guten Freund Wayne und seiner Frau Rose übernachtet. Wayne hatte uns vor einem Jahr schon am Flughafen abgeholt, uns in Banff besucht und dann an unserem letzten Tag in Kanada auch wieder an den Flughafen gefahren. Und so schließt sich der Kreis. 1 Jahr Kanada, über 20.000 km mit unserm Auto. Unzählige neue Freunde und Geschichten, die wir wohl sicher noch unseren Enkeln erzählen werden. Aber uns blieb noch viel Zeit für Wehmut.

Kuba sollte der 1. Stopp unserer weiten Reise werden. Es ging also vom Winter direkt in den Sommer. Von Edmonton über Toronto nach Varadero.
Angekommen in Varadero wurden wir mit einem wunderschönen Oldtimer abgeholt. Wenn das mal keine Überraschung war und somit schon einmal der erste Punkt auf unserer Kuba TODO-Liste abgehakt.



Übernachtet haben wir in einem kleinen Gästehaus. Das kubanische Familien einzelne Zimmer in ihren Häusern vermieten, hat eine lange Tradition. Meist gibt es noch günstiges und vor allem gutes Essen dabei. So bekommt man einen direkten Einblick in das echte kubanische Leben. Wir haben unsere Zimmer vorab über airbnb.com gebucht. Da wir nahezu kein spanisch sprechen und unsere Vermieter kein englisch, war das schon eine kleine Herausforderung. Aber eine absolut empfehlenswerte Art Kuba zu erkunden. Unseren ersten Tag haben wir dann am Strand, bei unserem ersten kubanischen Mojito und mit gutem Essen ausklingen lassen. Nach über 36 Stunden ohne Schlaf waren wir aber dann bereit fürs Bett.

Am nächsten Tag wurden wir dann von unserer Vermieterin Lourdez mit einem ausgiebigen, kubanischen Frühstück (Brot, Obst, Ei, gebratenes Gemüse, Sandwich, Marmelade, kubanischen Pudding, frisch gepressten Saft, KAFFEE) beglückt... und der Kaffee, der allerbeste in einer sehr sehr langen Zeit (Check von der TODO-Liste).



Mit dem Bus ging es dann in die Innenstadt von Varadero. Über Varadero als Stadt gibt es jetzt nicht so viel zu sagen, denn Varadero ist jetzt nicht für seinen schönen Stadtkern bekannt sondern für seine weißen Sandstrände und türkisblaues Meer. Und das haben wir dann auch den Rest des Tages genossen (Check von der TODO-Liste).

Nach einem weiterem Tag am Meer, bei dem ich (Leni) mir den Sonnenbrand meines Lebens geholt habe, ging es dann mit dem Bus etwa 3 Stunden vorbei an malerischen Landschaften aber auch völlig verarmten Dörfern nach Havana.

Wenn nicht die Busfahrt an sich schon mal ein Abenteuer war, dann die Taxifahrt zu unserer neuen Unterkunft auf jeden Fall. Einer der ältesten und verrostetsten Autos, welches wir je gesehen haben. Ohne Armaturenbrett, oder jegliche Innenverkleidung, fuhren wir durch die engen und verwinkelten Straßen Havanas, direkt zur unserer neuen Unterkunft. Das ist Kuba! Wer ein Auto hat, das noch fährt, der wird automatisch zum Taxifahrer.

Unsere Unterkunft lag relativ zentral und somit perfekt, um die Stadt zu Fuß zu erkunden. Unser Zimmer war über mehrere Hinterhöfe und Treppen zu erreichen und lag direkt über den Dächern Havanas, mit einer riesigen Dachterrasse.



Havana ist (in diesem Moment stop ich und geh alle Städte durch in denen wir schon waren) definitiv die (hier stop ich wieder, um das passende Adjektiv zu finden) Ok... Havana ist definitiv einer der interessantesten und vielleicht durch ihren eigenen etwas heruntergekommenen Charme, schönste und sehenswerteste Stadt, in der wir je waren (Hier stop ich nochmal, um sicher zu gehen das Jana das auch so sieht). Wenn es einen Ort gibt, den wir euch also besonders ans Herz legen wollen, dann reist nach Havana.

Unseren ersten Tag verbrachten wir mit einer Kutschentour (vielleicht sollte ich das noch ein bisschen genauer erklären). Nach einem wie immer guten Frühstück, machten wir uns auf den Weg Richtung Altstadt. Hier wollten wir eine "Hop on-Hop off"-Bustour nehmen, welche zwar total touristisch sind, aber immer gut, wenn man selbst nicht so viel Ahnung von einer Stadt hat und möglichst viel in kurzer Zeit sehen will. An der Busstation angekommen war der ganze Bus allerdings schon gerammelt voll und auch der nächste Bus völlig überfüllt... ein riesiges Kreuzfahrtschiff hatte im Hafen angelegt. Irgendwie erschien uns dies dann doch nicht mehr als das Richtige für uns.

Ziemlich schnell hatten die umstehenden Taxifahrer, Oldtimerfaher, Tourguides und Kutschenfahrer unsere Unsicherheit gerochen. Wie Beute auf der Jagd wurden wir also umkreist und haben uns dann aus dem Bauch heraus, (sind wir mal ehrlich, aus ziemlich oberflächlichen Gründen) für Juan als Tourguide mit seinem Kutschenfahrer (the Big Guy) entschieden. Juan war um die 45 Jahre, gepflegtes Äußeres, sprach sehr gut englisch, hat gut gerochen und war ein echter Charmeure. Was will man mehr von einem Tourguides!? (Wie wir später herausfanden, hat er auch lange in Edmonton/Kanada gewohnt. Wie klein die Welt doch ist.)



Juan zeigte uns nicht nur alle touristischen Hotspots, sondern auch sein Lieblings-Kaffeehaus (Oh Dear, der Kaffee), wo er seine Zigarren kauft und half uns noch Tickets für meine (Leni) Top 1 auf der Kuba TODO-Liste zu besorgen (hierzu aber später mehr). Den Tag ließen wir dann nach einem Abstecher ins Hotel Nacional und zum Malecon (Küstenmauer) in Juans empfohlenen Restaurant ausklingen.

Am nächsten Tag ließen wir uns einfach durch die Stadt treiben, hatten einen Kaffee auf einer Dachterrasse, fuhren mit einer kleinen Fähre auf die andere Seite der Stadt und hatten wie jeden Abend in der vergangenen Woche ein super Abendessen.

An unserem letzten Abend in Havana hatten wir noch einmal etwas ganz besonderes geplant. Sicher erinnert sich jeder von euch, an die Musik der Eltern, die als man jünger war, häufiger lief. Bei mir (Leni) war das 'Buena Vista Social Club'. Natürlich wollten wir es uns nicht nehmen lassen, einige der besten kubanischen Musiker und Sänger live zu sehen. Ein unvergesslicher Abend, beeindruckende Künstler, gute Gesellschaft (wir fanden uns an einem Tisch mit einem Ehepaar aus LA) und mitreisende Musik. Man kann sich keinen besseren Abschluss für unsere Kubareise vorstellen.



So sitzen wir also noch hier, an unserem perfekten Platz über den Dächern Havanas, rauchen ein Zigarre (super ekelhaft) und lassen unsere Reise Revue passieren. Es ist dunkel geworden und die Zeilen in meinem kleinen Notizbuch verschwimmen so langsam.
Es wird Zeit für uns, die Rucksäcke zu packen. Aber in Kuba waren wir definitiv nicht zum letzten mal. Es gibt noch so vieles mehr zu entdecken.

Jetzt wartet aber schon ein neues Abenteuer auf uns... Mexiko wir kommen.
Hier findet ihr noch mehr Fotos.


Unsere Kosten für Kuba für 2 Personen:

Flug 600 €
Unterkunft 185 €
Essen/Getränke 200 €
Ausflüge:
Taxi/Oldtimer/Bus/Fähre-fahrt 75 €
Kutschfahrt 30 €
Buenavista Social Club Karten 60 €
Zigarren und Kram den man so kauft 120 €

Alles zusammen für 2 Personen: 1485 €



Jana und Leni
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17727 Comments

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