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Cuba
15. April 2017
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Mexiko
 
 
 
 

Von Kuba nur einen Katzensprung entfernt (1:05h mit dem Flugzeug) liegt Mexiko und wo wir gerade in der Ecke waren, dachten wir, wir könnten Mexiko ja auch noch einen Besuch abstatten.
Das Land ist ja in der letzten Zeit vorwiegend durch seine Grenzregion zu den USA und der damit verbundenen ominösen Mauer in aller Munde. Es ist allerdings auch einer der beliebtesten Urlaubsziele der Amerikaner. Günstig, wunderschöne Sandstrände und gerade zum Springbreak schnell zu erreichen. Mexiko bietet allerdings noch viel mehr und natürlich hatten wir in unseren 5 Tagen nicht annähernd genügend Zeit, dass alles zu erkunden.

Aus diesem Grund mussten wir uns auf eine ganz kleine TODO-Liste beschränken. Wir wollten eine günstige Unterkunft direkt am Meer, wollten die Annehmlichkeiten einer Stadt (nicht weit zum Flughafen, gute Infrastruktur) und interessante Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in der direkten Umgebung. Aus diesem Grund haben wir uns für Cancun entschieden. Cancun liegt im Südosten des Landes und ist auf jeden Fall eine touristische Hochburg.

Um den Massen ein bisschen zu entkommen, haben wir uns entschieden etwas außerhalb in einem Kiteboarding B&B zu übernachten, welches natürlich auch unseren Geldbeutel schonte, aber vor allem hatten wir auch so die Möglichkeit, abseits von den riesigen Hotelkomplexen ein bisschen mehr in das mexikanische Leben einzutauchen.

Um etwas mobiler zu sein, hatten wir uns ein Auto am Flughafen geliehen. Anfänglich nur für zwei Tage, allerdings uns dann doch beschlossen, es für die restliche Zeit zu behalten. Da wir nur 3 volle Tage in Mexiko hatten, hatten wir ein relativ straffes Programm geplant.

Bei uns läuft es eigentlich so: Jana kümmert sich um die Flüge und die Unterkunft. Hierzu vergleicht sie zumeist stundenlang Reiseportale. Man könnte schon sagen, dass dies zu einer Art Hobby geworden ist. So findet sie auf jeden Fall immer das Günstigste und für uns beste Angebot. Ich bin eher für die Aktionen vor Ort zuständig. Dazu lese ich unterschiedliche Travelblogs und durchforste verschiedene Foren (zumeist über Pinterest).

Aber zurück zum eigentlichen Thema. In Mexiko wollten wir an unserem ersten Tag die Maya Ruinen Chichen Itza besuchen. Dazu mussten wir etwa 3h mit dem Auto fahren. Alle Reiseberichte hatten uns dazu geraten, möglichst früh anzukommen, da Unmengen an Touristen jeden Tag durch die Ruinenstätte geschleust werden. Wir waren natürlich durch ein ausgiebiges Frühstück und einen Stop bei Starbucks (wenn man längere Zeit in Kuba war, erkennt man erst, wie abhängig man von bestimmten Annehmlichkeiten ist, unter anderem WLAN, aber auch unseren geliebten Kaffee ToGo) nicht mehr ganz so früh dran. Um 12 Uhr zog sich die Schlange am Eingang ewig (1h in der prallen Sonne). Also hier unser obligatorische Tipp, versucht so früh wie möglich da zu sein.



Chichen Itza gehört zum Unesco Weltkulturerbe und war wirklich sehr beeindruckend. Bei uns jedenfalls lösen Bauten, die so alt sind, immer eine gewisse Ehrfurcht aus. Auch wenn hunderte Touristen und fliegende Händler um dich rum strömen.

Um uns danach ein wenig abzukühlen, besuchten wir die nahe liegende Cenote Ik Kil. Um es mit Wikipedia zu sagen, „Cenoten sind dolinenartige Kalksteinlöcher die durch einen teilweisen Einsturz der Höhlendecke entstanden sind. Da sie zumeist mit Süßwasser gefüllt sind, bieten sie ein einmaliges Schwimmerlebnis.“ Es gibt fast 7000 dieser Cenoten in Mexiko. Viele von ihnen bereits touristisch erschlossen, aber einige auch noch in ihrem ursprünglichen Zustand. Absolut empfehlenswert.

Unseren zweiten Tag in Mexiko verbrachten wir mit einer Katamaran- und Schnorchel Tour, welche wir vorab über ecotourismo Cancun gebucht hatten. Gegen 10 Uhr legte der Katamaran ab und wir konnten bei unserem frühmorgendlichen Tequila sunrise (ich mein wir sind in Mexiko und Getränke waren inklusive :), eine wunderschöne Überfahrt zur Isla Mujeres genießen.



Unser Tourguide Jesus (wie passend zum Karfreitag) gab sich Mühe, alle bei gutem Tequila und lauter Musik bei Laune zu halten. Kurz vor der Insel ging es dann ans schnorcheln. Für mich (Leni) eine ganz neue Erfahrung, aber dazu ist Urlaub ja schließlich da. Auf jeden Fall eines der besten Dinge, die wir in letzter Zeit unternommen haben.

Auf dem Meeresboden konnte man neben Korallen auch Autos und Terrakottastatuen im Unterwassermuseum "Musa" bewundern. Nachdem wir dann auf der Insel an einem kleinen Privatstrand angelegt hatten, gab es erst einmal etwas zu essen (dringend nötig nach dem dem ganzen Tequila in der Sonne). Nach einer kleinen Pause, die wir zum Stand up Paddeling und Sonnen genutzt haben, ging es dann weiter mit dem Katamaran Richtung Zentrum der Insel.

Hier haben Jana und ich dann die Insel mit einem Golfcart erkundet. (Keine Angst der Tequila war schon wieder abgebaut...vielleicht). Wir konnten einmal um die ganze Insel fahren, bevor es auch schon wieder zurück aufs Boot ging, mehr Tequila und auf zu unserer letzten Aktion der Tages. Etwas außerhalb wurde der Anker geworfen und ein Segeltuch mit Schlaufe ins Wasser gelassen. Befestigt wurde das Tuch am oberen Teil des Mastes. Mit Hilfe der Crew und des Windes, wurde man dann etwa 7m in die Höhe getragen und musste dann ins Wasser springen. Eigentlich nicht so mein (Leni) Ding, allerdings hatte ich vorher vor unserem Tourguide ein bisschen getönt, dass das ja kein Problem sei (der Tequila und der ganze Tag in der Sonne sprach da sicherlich aus mir). Also gab es irgendwie kein zurück mehr.



Ein im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubendes Erlebnis, welches ich den abenteuerlustigen unter euch definitiv empfehle. Die Tour war also ein voller Erfolg. Am folgenden Tag ließen wir es ein bisschen langsamer angehen.
Es war wirklich an der Zeit, uns ein bisschen um unseren Blog zu kümmern. Für die, die sich schon immer mal gefragt haben, wann wir das machen und wie lange das so dauert: Jana braucht für ein Video etwa 5-6 Stunden. Für die Texte und Auswahl der Bilder brauch ich auch noch mal etwa 4 Stunden. Abschließend muss Jana die Bilder dann anpassen und alles noch in den Wordpress Blog einbinden, was nochmal so 3-4 Stunden dauert.
Den Nachmittag ließen wir dann bei einem Spaziergang am Strand und mit Burger und Pommes (ja nicht unbedingt mexikanisch, aber manchmal braucht man einfach die Kalorien) ausklingen. Danach schlenderten wir einfach noch ein bisschen durch die Hotelmeile.

Und da war er auch schon, unser letzter Tag in Mexiko. Da unser Flieger erst abends spät (20Uhr) ging, verbrachten wir den Vormittag in einer riesigen Shoppingmall, um unsere eh schon überfüllten Rucksäcke noch mehr zu füllen.

Dann hieß es auch schon das Auto zurückzubringen. Jana möchte das ich an dieser Stelle noch einmal betone wie anstrengend das Autofahren in Mexiko war. Wir haben selten ein so chaotisches Straßensystem gesehen und die Mexikaner fahren einfach wie sie wollen. Übrigens wurden wir dann direkt vor dem Flughafen auch noch von der Polizei angehalten. In Foren hatten wir gelesen, dass man einfach ein bisschen Geld geben soll. Aber irgendwie hatten wir uns das in der Situation nicht getraut, nachher macht man durch Bestechungsgeld alles noch schlimmer. Aber dank Janas ausgesprochen guten Verhältnis zu Polizeibeamten, konnten wir auch so weiter fahren.

Gut jetzt heißt es erst einmal auf den Flieger warten. Vor uns liegt ein sehr sehr langer Weg.
Von Cancun geht es zurück nach Toronto und dann nach Peking.
Denn, das nächste Abenteuer wartet natürlich schon auf uns.
Hier findet ihr noch mehr Fotos.


Unsere Kosten für Mexiko für 2 Personen:

Flug 350 €
Unterkunft 220 €
Essen/Getränke 150 €
Auto 200 €
Katamarantour 170 €
Kram den man so kauft, um die restlichen Pesos loszuwerden 150 €

Alles zusammen für 2 Personen: 1240 €



Jana und Leni
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17333 Comments

  1. idn poker 88 sagt: