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Westcoast Video
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Sea to Sky
17. Dezember 2016
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Ranchlife
 
 
 
 



Dass wir mal in Republic, Washington State auf einer Cowboyranch arbeiten würden, hätten wir nicht gedacht. Dort konnten wir hautnah miterleben, was es für Rancher heißt, wenn Wölfe die Herden bedrohen, Longhorns mal wieder von der Straße getrieben werden müssen oder die Vorbereitungen für einen langen und kalten Winter getroffen werden.

Aber fangen wir mal ganz von vorne an... Als krönenden Abschluss unseres Westcoast-Roadtrips, wollten wir einmal das alte Amerika, das man nur aus Cowboy- und Westernfilmen kennt, selbst erleben. Also, auf nach Republic, Washington. Hier gibt es im Grunde nichts oder sagen wir es mal so, es gibt alles was man für eine florierende Landwirtschaft benötigt.



Hier haben wir für einige Zeit auf der KdiamondK Guest Ranch mitgeholfen. Die Ranch ist im Prinzip ein zweigeteiltes Unternehmen. Auf der einen Seite eine riesige Ranch (so weit man in jede Richtung sehen kann alles Ranchland...nur der Teil im Schatten...ah falscher Film... ;)) Diese macht ihr Geld mit Beefcows und Feuerholz. Wir kennen uns jetzt voll aus, wie teuer eine Kuh ist, warum man mehr Geld mit Beef macht und nicht mit Milch und und und...also falls jemand mal Fragen hat... Auf der anderen Seite gibt es die Guestranch. Mit ihren 50 Pferden, dem Streichelzoo und den unterschiedlichsten Aktivitäten (Kanu, Kajak, Trap Shooting, Wandern, Snowmobile etc.), ein absolutes Highlight für jeden Countryliebhaber. So ein großes Unternehmen bringt natürlich jede menge Arbeit mit sich und für 3 Wochen sind wir genau in dieses Arbeitsleben eingetaucht.



Natürlich sollte man sich keine falschen Illusionen machen, das haben wir recht schnell gemerkt. Eigentlich am ersten Tag. Der Ranch Alltag beginnt früh am Morgen und eigentlich gibt es nicht richtig ein Ende. Es gibt immer was zu tun und meistens ist die Arbeit mit einer menge Anstrengung und ordentlich Dreck verbunden. 7 Uhr ist Arbeitsbeginn. Cowboystiefel, Jeans, Hemd, Hut und Bandana sind Arbeitskleidung und da das bei den meisten nicht zum täglichem Outfit gehört, gibt es eine riesige Auswahl an Kleidung und Stiefeln, aus der man sich einfach bedienen kann... Ja es ist genau so cool wie es sich anhört - ein riesiger Raum voll mit allem möglichen Cowboy Accessoires und was einem gefällt, darf man für die Zeit tragen. Die beeindruckende Stiefelsammlung umfasst hunderte Paare (wir konnten uns im Nachhinein auf keine Zahl festlegen, aber so 200 auf jeden Fall) und an unserem ersten Tag durften wir alle sauber machen... so hatten wir wenigstens genug Zeit das richtige Paar zu finden.

Der ganz normale Arbeitstag startet jedoch immer mit Tiere füttern und Frühstück vorbereiten. Die Regel ist bevor man selbst isst, sollte man sicher gestellt haben, dass alle Tiere gefressen haben. Zum einen natürlich, weil geregelte Fütterungszeiten für Tiere Sinn machen, zum anderen wird mit den Tieren Geld gemacht...dickere Schweine - mehr Geld, zufriedene Hühner - mehr Eier.



Danach werden Zäune repariert, Holz gehackt, Pferde zusammengetrieben oder was sonst so anfällt. Zu unserem Job gehörte aber auch Gäste bespaßen und wir haben jede menge interessante Gäste kennen gelernt. Trump Wähler zum Beispiel... Was aber in bleibender Erinnerung bleibt sind die die „7 P’s to success“ (7P zum Erfolg) von Mr. Floyd. Proper (anständig) Prior (Prioritäten setzen) Planning (vorausplanen) Prevents (vorausgehend) Piss (pinkeln) Poor (wenig haben) Performance (sich verkaufen können). Mr. Floyd war ein US Army Veteran der schon überall auf der Welt gearbeitet hat und die besten Geschichten erzählen konnte. Seine Witze waren auch sehr gut, aber die kann man hier eher nicht wiedergeben. Ein anderer Gast war auf den Spuren seiner Vorfahren und bereiste ganz Amerika und bald geht es dann nach Europa, immer auf der Mission seinen Stammbaum zu vervollständigen. Es gab auch zwei Damen die auf der Suche nach Bigfoot waren und deswegen extra ihr Haus verkauft haben. Bisher waren sie allerdings noch nicht ganz so erfolgreich. Zusammen mit den Gästen konnten wir dann auch die ganzen Aktivitäten machen. Zu unseren Aufgaben gehörte auch das zubereiten der Mahlzeiten oder das herrichten der Zimmer. Hierbei hat jeder mitgeholfen, was natürlich immer mit viel Spaß verbunden war.



Wir haben wieder unheimlich nette Menschen kennen gelernt und Freundschaften geschlossen. Zusammen mit Henry (der sich als Gastschreiber für den englischen Blogtext zu Verfügung gestellt hat - siehe oben) haben wir auch schon wieder neue Reisepläne geschmiedet. Ihr könnt also gespannt sein.

Aber auch die beste Zeit muss einmal zu Ende gehen. ´Winter is coming´ und wir müssen ein bisschen Geld machen für unsere nächsten Reisepläne, denn das nächste Abenteuer wartet schon auf uns.
Bis dahin, gibt es hier mehr Fotos.


Jana und Leni
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